
Weit über 120 Gäste nahmen an der Verabschiedung von Erwin Marschewski am 11. März 2006 teil. Politische Weggefährten, Vertreter aus Verwaltung, Verbänden und Wirtschaft nutzten den Empfang im Hotel Bergedick um sich persönlich bei Erwin Marschewski nach 23 Jahren als CDU-Bundestagsabgeordneter der Städte Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop für die geleistete Arbeit persönlich zu bedanken.
Philipp Mißfelder MdB würdigte die Arbeit seines Vorgängers nicht nur als Mitglied des Deutschen Bundestages, sondern hob den unermüdlichen Einsatz Marschewskis im Rechtsausschuss, als Vorsitzender der Arbeitsgruppe der Vertriebenen und Flüchtlinge der CDU/CSU sowie als Mitglied der parlamentarischen Versammlung der NATO hervor. "Es war nicht immer populär, innenpolitisch einen harten Kurs zu fahren, z. B. in der Frage des Asylkompromisses. Es gibt eine Vielzahl an wichtigen Entscheidungen, die Sie, lieber Herr Marschewski, in Bonn und Berlin mitgestaltet haben", so Philipp Mißfelder.
In seiner persönlichen Rückschau benannte Erwin Marschewski zwei herausragende Erlebnisse seiner parlamentarischen Zeit: Der Fall der Mauer am 09. November 1989, als er eher zufällig an einer Bundestagsdebatte in den frühen Abendstunden teilnahm, bei der es um eine Änderung einer Verwaltungsvorschrift ging. Er gehörte zu denjenigen Parlamentariern, die spontan das Deutschlandlied anstimmten und sich immer für die Deutsche Wiedervereinigung eingesetzt hatten. Die zweite bleibende Erinnerung waren die Auseinandersetzungen um die Entscheidung für Berlin als gesamtdeutsche Hauptstadt. Diese Entscheidung hat Erwin Marschewski unter seinen rheinischen Bundestagskollegen nicht nur Freude bereitet. Trotzdem halte er die Entscheidung nach wie vor für die einzig Richtige.
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