
Bei einem parteiübergreifenden gemeinsamen Abendessen von Abgeordneten aus dem Bundestag und dem Landtag mit dem Erzbischof von Paderborn, Exzellenz Hans Josef Becker und dem Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, kamen zahlreiche aktuelle Themen wie Kinderbetreuung, das Familienbild der Parteien oder die aktuelle Stammzellendiskussion zur Sprache. Dabei unterstrich der heimische Bundestagsabgeordnete erneut seine ablehnende Haltung zu einer Verschiebung des Stichtages bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen.
„Das Lebensrecht menschlicher Embryonen ist unantastbar. Ich unterstütze deshalb ohne Einschränkung die Haltung der katholischen Bischöfe in dieser Frage. Und deshalb lehne ich auch eine weitere Aufweichung des Embryonenschutzes durch die Verschiebung des geltenden Stichtages (1.1.2002) entschieden ab. Seit den jüngsten Erfolgen bei der Forschung mit Stammzellen, die beispielsweise aus dem Rückenmark von Erwachsenen gewonnen werden können, gibt es keinen wissenschaftlichen Grund mehr, menschliche Embryonen für Forschungszwecke einzusetzen. Deshalb darf der Lebensschutz nicht weiter ausgehöhlt werden.
Ich würde mich sehr freuen, wenn der intensive Dialog mit der katholischen Kirche auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Denn gerade in den wichtigen Fragen des Glaubens und der Ethik ist die Politik auf die Meinung und den Beistand der Kirchen angewiesen“, so der heimische Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder.