
In diesem Jahr können wir bereits den 20. Jahrestag des Mauerfalls feiern. Die friedliche Revolution und das Streben der Menschen nach Freiheit haben den Einsturz dieses menschenverachtenden Bauwerks möglich bemacht. Umso erschütternder ist es, dass es auch zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution versuche gibt, die DDR zu verharmlosen und zu verklären. Die DDR war ein Unrechtstaat. Die Menschen litten unter der Unfreiheit sowie der Willkür der SED und den Zersetzungsmaßnahmen der Stasi.
Dies war das Fazit eines Abends in Recklinghausen, an dem zunächst der Fernsehfilm „Der Stich des Skorpion“ gezeigt wurde, dem die Autobiografie des Fluchthelfers Wolfgang Welsch zugrunde liegt und der eindrucksvoll die Operationen des Ministeriums für Staatssicherheit in der Bundesrepublik Deutschland zeigt. Nach der Begrüßung und Filmvorführung schloss sich eine Diskussion mit dem stellvertretenden Direktor und Datenschutzbeauftragten der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Siegfried Reiprich, an, der 1981 zur Ausbürgerung aus der DDR gedrängt wurde.
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