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Philipp Mißfelder: Das ungeborene Leben muss geschützt bleiben!

08.07.2011

Der Bundestag hat sich nach rund vierstündiger Schlussdebatte für eine begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) entschieden. Der entsprechende Gesetzentwurf erhielt 326 von 594 abgegebenen Stimmen. Die beiden anderen Entwürfe, die ein Verbot der geneti-schen Untersuchungen der Embryonen außerhalb des Mutterleibes vorsahen, fanden keine Mehrheit. Dazu erklärt der heimische Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder:
„Ich bedaure die Entscheidung, die PID zuzulassen, denn sie bedeutet, menschliches Leben anhand genetischer Kriterien auszusortieren. Deshalb habe ich mich unter Abwägung aller Argumente dazu entschieden, als einer der ersten den Gesetzentwurf von Johannes Singham-mer und anderen zu unterzeichnen, der für ein striktes Verbot der Präimplantationsdiagnostik eintritt. Dem Verbot der PID habe ich gestern auch in der namentlichen Abstimmung zuge-stimmt.
Der Grund für meine Entscheidung liegt in dem christlichen Menschenbild unserer Partei. Für mich persönlich hat der Schutz des Lebens, vor allem der des ungeborenen, bereits seit Jahren Priorität in meiner politischen Arbeit. So habe ich im Februar 2008 bereits im Deutschen Bundestag für ein Verbot der Forschung mit embryonalen Stammzellen gestimmt. Der Hauptgrund ist für mich seinerzeit gewesen, dass es ohne die Tötung von Embryonen keine Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen geben kann. Diese Auffassung, das ungeborene Leben zu schützen, ist auch diesmal Anstoß für meine Ablehnung.
Methoden wie die Präimplantationsdiagnostik gefährden die Würde des Menschen. Der Mensch darf sich niemals zum Herrn über Leben und Tod erheben oder auch nur Urteile über möglicherweise lebenswertes oder -unwertes Leben fällen. Allein schon deshalb nicht, weil Leben niemals nichts wert sein kann. Die PID leistet jedoch einer derartigen Geisteshaltung Vorschub und zielt auf eine behindertenfreie Gesellschaft, in der zukünftig Mütter und Väter, die sich aus Achtung vor dem ungeborenen Leben für die Geburt eines behinderten Kindes entschieden haben, an den Pranger gestellt werden“, so Philipp Mißfelder.
 

philipp-missfelder.de

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